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Fremdwährungskredit ja oder nein?
WKÖ-Studie untersucht Chancen und Risiken von Fremdwährungskrediten aus gesamtwirtschaftlicher Sicht. Fremdwährungsfinanzierung erfordert unter anderem Risikofähigkeit, Risikobereitschaft und laufendes Kreditmanagement." Das gelte, so Finanzdienstleistungsexperten, für institutionelle und private Kunden gleichermaßen: "Private haben - wie andere Fremdwährungskreditnehmer - Ertragschancen und Verlustrisiken. Eine Warnung vor Fremdwährungsfinanzierung ausschließlich für Private ist daher verfehlt". Das sind einige wichtige Ergebnisse der Studie zum Thema "Chancen und Risiken von Fremdwährungskrediten in Österreich aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive". Die Untersuchung wurde vom Fachverband der Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Österreich unter Obmann Wolfgang K. Göltl in Auftrag gegeben , um eine fundierte wissenschaftliche Basis zur objektiven Betrachtung der Fremdwährungsfinanzierung in Österreich zu schaffen. Die Ergebnisse wurden kürzlich gemeinsam von Studienautor und Wirtschaftswissenschaftler Hanns Abele und Johann Massenbauer präsentiert.

Nicht nur Risiken in den Vordergrund stellen
Göltl betonte die Aufgabe unabhängiger Vermögensberater bei der Vermittlung von Fremdwährungskrediten. Massenbauer brachte Beispiele aus der Praxis, präsentierte einen Katalog von akzeptablen Kreditbedingungen und wies auf die Bedeutung der unabhängigen Hypothekar-Kreditvermittler hin. Abele führte aus, dass Fremdwährungskredite +Teil der Internationalisierung der österreichischen Wirtschaft auf allen Enbenen sind. + keine größere Gefährdung der Finanzmarktstabilität als andere bestehende Risiken sind. + als rationales Verhalten interpretierbar sind, da langfristig oft Zinsvorteile Wechselkursnachteile überwiegen. In der aktuellen öffentlichen Diskussion um Fremdwährungskredite seien nämlich bisher fast ausschließlich die verschiedenen Risiken dieser Finanzierungsform erörtert worden. Dabei seien jedoch die gesamtwirtschaftlichen Aspekte der Fremdwährungsfinanzierung und die Möglichkeiten zur Risikominderung in diesem Bereich zu kurz gekommen. Gefragt sei eine umfassende Risikoanalyse - und das gelte wiederum für alle Kategorien von Kreditnehmern. Das Fremdwährungskreditvolumen in Österreich belief sich Ende 2002 auf insgesamt rund 44,3 Milliarden Euro - womit die Österreicherinnen und Österreicher zu einem beachtlichen Teil auf Fremdwährungsfinanzierung setzen. In keinem anderen Land haben Fremdwährungskredite so ein Gewicht. Infos: FV der Finanzdienstleister in der WKÖ; www.diefinanzdienstleister.at.


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